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Laserschneiden eines Schriftzuges aus Holz als Teil einer Urform - LAZ/LIM



Problem:

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Abb.1: lasergeschnittene Ziffern

    Der Förderkreis Technikum Mittweida 1867 e.V. wurde seitens des Heimatmuseums Mittweida beauftragt, zum Gedenken an den von 1879-1881 wirkenden Bürgermeister der Stadt Mittweida, Herrn Voigt, eine Gedenktafel zu realisieren. Es sollte eine runde Gedenktafel mit einem Schriftzug und einem Reliefbild aus Bronzeguß hergestellt werden.
    Für den Bronzeguß ist vorher eine Sandform anzufertigen. Diese wird wiederum mit Hilfe einer Urform, bei welcher der Schriftzug und das Reliefbild einzeln auf einer Grundplatte angebracht sind, abgeformt.
    Herkömmlicherweise werden die Teile der Urform durch manuelle Verfahren, wie z.B. schnitzen oder sägen, aus leicht bearbeitbaren Materialien herausgearbeitet.

Aufgabe:

    In einem Beratungsgespräch mit einem Vertreter des Förderkreises Technikum Mittweida 1867 e.V. wurde angeregt, den Schriftzug für die Urform mit einem Laserverfahren herzustellen. Vorgesehen war eine bestimmte Schriftart und eine Mindestmaterialstärke von 5mm. Als Materialien kamen Acrylglas und Holz in Betracht. Auf Grund der am LAZ Mittweida vorliegenden langjährigen traditionellen Erfahrungen in der Laserbearbeitung von Holz wurde eine Entscheidung zugunsten dieses Werkstoffes getroffen. Er ist außerdem kostengünstig zu beschaffen und leicht weiterzuverarbeiten.

Lösung:

    Die Realisierung der gewünschten Buchstaben und Ziffern mit der geforderten Schriftart erfolgte über ein handelsübliches Grafikprogramm. Durch das Exportieren der Daten in DXF-Format konnte mit Hilfe eines CAD-Programmes die Anpassung der Schrifthöhe, die 30 mm betragen sollte, erfolgen. Ein am LAZ selbst erstelltes Umsetzungsprogramm generierte den für die Laseranlage erforderlichen CNC-Schneidplan.
    Zum Laserschneiden wurde ein 400 W cw/pw CO2-Lasersystem mit 2-Achsen-Portal eingesetzt. Geschnitten wur-den nicht nur die einzelnen Buchstaben und Ziffern, sondern der komplette Schriftzug in der zu realisierenden Form, sowie gleichzeitig eine Grundplatte, die zum Fixieren des Schriftzuges auf der Urform diente. In der nebenstehenden Abbildung sind lasergeschnittene Teile der gewünschten Schriftart und -größe dargestellt. Die leicht bräunliche Verfärbung der Schnittkante hatte keinen negativen Einfluß auf die Weiterverarbeitung, da die Teile nur zum Abdruck in der Sandform dienten.

Fazit:

    Durch die Laserbearbeitung konnte ein Beitrag zur Herstellung einer Urform für ein Gießverfahren geleistet werden. Gegenüber der bisher üblichen Handarbeit wurde eine größere Konturentreue und eine sehr schnelle Bearbeitung erreicht. Dadurch, daß einzelne Buchstaben und Ziffern mehrfach benötigt wurden, ist der Einsatz der Laserbearbeitung auch ökonomisch interessant.

Bearbeiter:

 
 
Erstellt: 14.08.2009 13:53:10 | Letzte Änderung: 22.01.2003 14:59:26
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